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Baubericht Zweirumpfboot Wave Commander

 

Hier zeige ich euch, wie ein Schiff von anfang an gebaut wird.

Ich denke, das es interessant ist mal zu sehen wie ein Schiff im Modellbau entsteht.

Ich arbeite hier mit 4mm Pappelsperrholz aus dem Baumarkt.
Dieses gibt es bereits fertig in verschiedenen Größen (DIN A4, DIN A3 usw.)

Für meine
Fräse benutze ich das Sperrholz in der Größe DIN A3, da es perfekt auf die Maschine passt.

Nicht jeder hat eine Fräse zuhause, diese kostet auch enorm viel Geld, für den otto normalmodellbauer, reicht eine Dekupiersäge.

Das aussägen mit der Dekupiersäge erfordert natürlich Geduld!

Was brauchen wir?


- Laubsäge / Dekupiersäge
- Sperrholz
- Stringerleisten 4x4mm
- Hellingbrett (ich nehme hier ein Regalbrett 1200x400mm)
- Leisten zum aufstellen der Helling (20x25mm 4 Meter)
- Leim
- Leimzangen
- Kabelbinder (gaaanz wichtig!)

 

 

 

Nach ein paar Minuten, purzeln auch schon die ersten Spanten aus der Maschine.

 

 

 

Mit der Zeit, werden es natürlich immer mehr.

 

 

 

Das ganze geht dann solange weiter, bis alle Spanten fertig sind.
Arbeitszeit: ~2Std.

 

 

 

Als letztes fehlten nur noch die Leisten für die Seiten, auch diese wurden noch mit ausgefräst.

 

 

 

Ich konnte es mir nicht verkneifen und habe die Spanten schon einmal Probeweise aufgestellt.

 

 

 

 

 

Als nächstes, wurden die Leisten für die Spanten auf die passende Länge gebracht und mit kleinen Nägeln fest gemacht.

Damit die Spanten an die richtige Stelle kommen, vorher markieren wo sie hingehören.
Hier sollte man genau arbeiten, sonst passt hinterher nix mehr.

Ich habe meine Spanten fest geleimt, man kann sie aber auch festschrauben.

Im nächsten Schritt, werden die Leisten für die Seiten eingeleimt.
Hat man genau gearbeitet, passen diese ohne probleme.

 

 

 

Hier sehen wir die benötigten Stringerleisten (Kiefer 4x4mm).
Ich habe sie bei Hobby-Lobby-Modellbau geordert, dort sind sie um einiges billiger wie im Baumarkt.

Am besten mehr bestellen denn diese braucht man wirklich oft!

 

 

 

Die Stringerleisten werden eingeleimt und an den Stellen wo es nötig ist mit Leimzangen festgehalten.

 

 

 

 

Da bei diesem Modell, so extreme Biegungen vorkommen, muss man schauen ob man die Leisten wässern muss oder ob es so geht.

Wässern bedeutet; 10-15min in lauwarmes Wasser legen.

Wenn die Leisten gewässert wurden, nicht direkt leimen!
Die Leisten mit Kabelbindern in position bringen und ruhig über nacht trocknen lassen, ansonsten hält der Leim nicht!

Ich konnte sie so benutzen, also direkt ran und hier mit Kabelbindern befestigt.
Diesen Trick habe ich mir aus dem Forum abgeschaut und muss sagen das dieser Trick echt genial ist!

 

 

 

 

Da mir der Bugbereich zu unsicher aussah, habe ich ihn mit Balsaklötzchen ausgekleidet und verschliffen.
Unebenheiten habe ich mit Sägemehl und Leim ausgeglichen.

 

 

Das benötigte Sperrholz zum beplanken (Flugzeugsperrholz Birke 2mm) habe ich im Internet bei "arichtekturbedarf.de" bestellt. 1000x500mm kosten 14,45€ .
Benötigt werden 3 Platten, was mit Versand 49,30€ macht.
Viel Geld für ein wenig Holz aber nunja, im Baumarkt wäre es wesentlich teuerer gewesen.

Ich habe mir die benötigten Teile auf Papier drucken lassen und alles ausgeschnitten.
Danach habe ich die Teile mit Fixogum aufgeklebt.
Der Vorteil von Fixogum ist, das man die aufgeklebten Teile ganz einfach wieder abziehen kann und keine Rückstände bleiben.
Fixogum ist nicht sehr günstig, aber man braucht auch nicht besonders viel.
Schaut man richtig im Netz bekommt man eine 500g Dose zu ungefähr 15€ anstatt 15€ für eine 125g Tube...

 

 

 


Nach einer sehr langen Pause geht es nun weiter.

Bevor ich mich nun um die Beplankung kümmere habe ich mich erst einmal mit der Antriebsfrage beschäftigt.

 

Was brauche ich?
Ich habe mir bei Hobby-Lobby-Modellbau diverse Teile bestellt, die da wären:
2x 50mm 4-Blatt Schrauben (Rechts/Links)
2x Kupplungen 5mm auf 4mm
4x Stellringe
1x Messingrohr 8mm / 6mm

 

Da ich keine passenden vorgefertigten Antriebsanlagen gefunden habe, muss ich mir dieses mal eine selber bauen.
Dazu habe ich das Messingrohr als Stevenrohr mitbestellt (1000mm)

Ich habe mir am Rumpf die Länge der Welle abgemessen (~325mm)
Daraus habe ich mir die Länge für das Stevenrohr abgeschätzt (290mm), dieses kann wenn es nötig sein sollte noch gekürzt werden.

Desweiteren werden für die Wellenanlage noch "Schmiernippelchen" benötigt, über die man ganz bequem neues Wellenfett oder auch Vaseline in das Stevenrohr drücken kann.

Außerdem fehlen nun noch Sinterbronzelager und die Welle.
Beides habe ich bei Gundert bestellt.
Die Welle hat die Maße 320x4mm und ein 20mm M4 Gewinde.
Dazu die passenden Lager.

Die Stevenrohre habe ich soweit vorbereitet, sodass ich nur noch die Sinterbronzelager und die Welle einsetzen muss.

 

 

Die letzten Teile für die Wellenanlage sind eingetroffen.
2x 320mm x 4mm Welle mit 20mm M4 Gewinde
4x Bundgleitlager 4x5,5x6mm (leider habe ich nicht darauf geachtet das die 5,5mm das Außenmaß ist und somit 0,5mm fehlen.
Ob sich das ganze bemerkbar macht, werde ich sehen.

Ich habe zuerst die Schrauben samt Kontermutter auf die Welle geschraubt, passt perfekt!

 

 

 

Heute ging es weiter.
Ich habe von einem Kollegen die Maschine geliehen bekommen und konnte so die Seitenteile aussägen.
Meine Fräse ist für die Teile zu klein und auch die Dekupiersäge hätte es nicht geschafft.

Hier die Bilder!

 

 

 

Zuhause angekommen ab in den Keller und die Teile schon einmal grob auf dem Rumpf verteilt.
Mit ein wenig Vorstellungskraft, erahnt man was für ein Schiff es werden soll.

 

 

Im nächsten Schritt, habe ich die Seitenteile genommen und sie zuerst oben angeleimt. Von einem Kollegen habe ich den Tipp bekommen das ganze mit nicht ganz flüssigem Sekundenkleber zu fixieren und dann von innen noch einmal Leim dran zu machen.
Problem für mich war, das ich keinen Sekundenkleber habe.
Soll dem ganzen keinen abbruch bringen, ich habe einfach geleimt.
Der Rest wird mit Epoxidharz zusammengehalten :)



 

 

 

 

 

Damit ich nun weiter machen kann ohne mir ständig den Multimaster auszuleihen, musste ein ähnliches Gerät her.
Da ich mir so einen Multimaster nicht einfach so leisten kann (~250€ und selbst in einem schlechten gebrauchten Zustand ~100€) habe ich mir einen Dremel Multi-Max MM20 zugelegt.

 

 

Nun habe ich das Teil in der Mitte bearbeitet.
Ich muss leider ordentlich nachbessern aber es hätte schlimmer kommen können.

 

 

Im nächsten Schritt, habe ich die Innenteile verleimt.
Im nachhinein war es nicht die schlaueste Idee, die ich hatte.
Das Problem ist nun das ich die Laufflächen nicht mehr mit Klammern befestigen kann, so muss ich mir Pinnwandnadeln zur Hilfe nehmen.
Hier erst einmal ein paar Bilder vom verleimen der Innenteile.

 

 

 

Wie man auf dem letzten Bild erkennen kann, steht noch ordentlich Sperrholz über.
Also den Multi-Max mit Sägeblattaufsatz raus und diese Überstände abgesägt.
Danach noch schnell drüber geschliffen und fertig.

 




Als nächstes geht es an die Laufflächen.
Da habe ich ehrlich gesagt ziemlichen Respekt vor.
Es geht eigentlich nur um die Biegungen vorne, welche doch ziemlich stark sind.
Also habe ich die Laufflächen erst einmal aufgeteilt.

 

 

Als nächstes habe ich feststellen müssen das die Stringer vorne gestrakt werden müssen.
Heißt also, das sie den Verlauf der Spanten angepasst werden müssen.
Gesagt getan!

Vorher:

 

Nachher:

 

 

Soo nach mehr als einem Monat stillstand habe ich mich an die "extreme" gewagt.

Ich habe mir hier andere Bauberichte zum Vorbild genommen und das letzte Stück zumindest Testweise in Streifen geschnitten.

Da ich ja schon die Seiten zu gemacht habe, musste ich das ganze mit Pinnwandnadeln fixieren, ging trotzdem ganz gut.

 

 

 

Nachdem alles getrocknet war, habe ich die Nadeln herausgezogen und die Übergänge angeschliffen.

 

 

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen 
Wieder ein Stückchen geschafft.
Ab jetzt kommen Schraubzwingen zur Hilfe.
Diese extremen Biegungen halten selbst die Pinnwandnadeln nicht mehr..

 

 

Ich hoffe mal das ich heute alles geschlossen bekomme so das ich morgen alles schleifen kann und nächste Woche den Rumpf endlich wasserdicht bekomme.
Ich muss viel Spachteln, was an meiner "Grobmotorik" mit dem Multimaster liegt...
An der rechten Seite zum Beispiel muss ich noch ein stück Holz aussägen und mit einpassen..

 

 

 

Nachdem die letzte große Fläche geschlossen ist, ging es darum die kleineren Flächen zumindest sogut es geht zu schließen.

Dafür habe ich mir Reste genommen und grob zurechtgesägt und geschliffen.

Leim dran und fixiert.

 


In der Zwischenzeit, habe ich Spachtelmasse angerührt und die ersten Stellen mit der Spachtelmasse geschlossen.
Ich hoffe das ich in den nächsten Tagen alles schleifen und spachteln kann.

 

 



Im nächsten Schritt wurde alles verschliffen und nochmals verspachtelt.
Anschließend ging es an das sogenannte "Laminieren".
Normalerweise wird dabei auch ein sogenanntes "Glasfasergewebe" zur verstärkung benutzt, dieses habe ich allerdings aufgrund der Form weg gelassen.

So habe ich also Harz und Härter von R&G im Mischverhältniss 100:40 angemischt und mit Aceton verdünnt, damit das ganze besser in das Holz einzieht, anschließend habe ich das Harz mit einem Pinsel bzw. mit einer Rolle auf den Rumpf aufgetragen.
24Std trocknen lassen, anschleifen und das gleiche nochmal.

 


Weiter geht es mit dem abtrennen des Rumpfes.
Dazu habe ich wieder das Multitool mit dem langen Sägeblatt benutzt.
Alle "Füße" abgesägt und der Rumpf war ab.
In den Keller und den vorderen Teil erst einmal satt mit Leim eingeschmiert, dies muss jetzt auch 24Std trocknen.
Danach wird auch das Rumpfinnere mit dem Harz-Aceton Gemisch behandelt.

 



Fortsetzung folgt...